Stütz- und Sitzmauern
Stützmauern und Sitzmauern sind im Gartenbau wichtige Gestaltungselemente: Stützmauern halten Böschungen und Terrassen, verhindern Erosion und schaffen nutzbare Ebenen, während Sitzmauern gleichzeitig als bequeme Einfassung von Beeten, Terrassen oder Wegen dienen. Sie lassen sich aus Naturstein, Beton, Fertigblöcken, Gabionen oder druckbehandeltem Holz gestalten und sollten stets mit ausreichend Drainage, frostsicherer Fundierung und gegebenenfalls Entwässerungsrohren geplant werden, um Setzungen und Wasserschäden zu vermeiden. Bei der Höhe und Neigung sind statische Anforderungen und lokale Vorschriften zu beachten; niedrige Sitzmauern (ca. 40–50 cm) bieten Komfort, höhere Stützmauern benötigen oft eine Ingenieurplanung. Optisch lassen sich Mauerflächen durch Verfugung, verschiedene Steinformate oder integrierte Pflanznischen auflockern, wodurch sie sowohl funktional als auch gestalterisch in den Garten integriert werden. Pflegeleicht bleiben Materialien wie Beton oder Gabione, während Naturstein mit der Zeit Patina bildet und besonders harmonisch in naturnahe Gärten wirkt; eine durchdachte Bepflanzung an der Mauerbasis oder in Spalten schafft zusätzliche Biodiversität und Weichheit im Gesamteindruck.
